…von wegen HR spielt nicht mit Bewerbern.

Nico und ich besuchten 2018 einen Vortrag im Rahmen unseres DLCs zum Thema „Faszination eSports“. Das Format hatten wir euch hier schonmal vorgestellt.

Klar, viele von euch erinnern sich wahrscheinlich noch an die goldenen Computerspielzeiten. Jede Jugend hat so seine Spiele wie Tony Hawk’s ProSkater, Fifa, GranTurismo oder auch Halflife. Sie liefen auf der Konsole und dem selbst verbastelten PC im Jugendzimmer und auf LANs unter Freunden doch recht häufig. Ja, früher musste man das Haus verlassen, um mit anderen Spielern zu spielen. 🤭 Aber irgendwann kam der Punkt, an dem wir andere Prioritäten hatten. Familie, Beruf, Sport… Heißt, wir waren mit Ausnahme von Smartphone-Rollenspielen nicht mehr auf dem aktuellen Gaming-Stand und wollten uns durch den Vortrag mal wieder etwas updaten.

Erwischt. Auch ein Recruiter kann ein Netzwerk einrichten 🙂

Und dann kam der Wow Effekt.🤯 Die Thematik eSports hatte die gefühlte Nische verlassen und ist tatsächlich gesellschaftlich in vielen Teilen angekommen. Das die Branche im Jahr 2018 bereits 400 Millionen aktive Zuschauer verzeichnete (wohlgemerkt waren Streamingformate über Twitch oder Youtube in der Primetime anzuschauen) und einem prognostizierten Umsatz in der Szene bis 2020 von 1,4 Milliarden Euro jährlich, war für uns ein absoluter (Achtung Wortspiel:) Gamechanger. Zudem ist die Hauptaltersgruppe mit dem Peak vieler IT-Berufe deckungsgleich.

Nach dem Vortrag war uns beiden klar: Wir müssen eSports in das Unternehmen holen und daraus ein Employer-Format basteln. Die ersten Wochen haben wir dann fast nur noch News über eSports wahrgenommen. (Ihr kennt das vom Autokauf: Auf einmal sieht man nur noch den eigenen Typ) z.B. dass sich die Politik beschäftigt eSports als Sport anzuerkennen, das Bundesligamannschaften eigene virtuelle Teams trainieren oder wie groß eigentlich der Markt geworden ist. Ein Blick auf die Region Sachsen war dann allerdings ein wenig ernüchternd. Das Angebot für eSports Fans war doch sehr überschaubar. Klar es gibt kleinere Formate die sich an LAN Partys orientieren, aber sonst wird die Nachfrage nicht wirklich bedient. Die kleine – nennen wir es mal – Analyse 🕵️‍♂️ war für uns der Grund hier etwas zu ändern. Wir wollten eSports stärken, erlebbar und vor allem in der Region und für die Gesellschaft zugänglich machen.

Natürlich musste ich mir auch privat zu Recherchezwecken eine Playstation 4 Pro zulegen. 😉

Dazu starteten wir einen internen Aufruf im Intranet, wer uns bei der Organisation eines eSports Event unterstützen möchte. Das Feedback war enorm. Nach ca. 3 Tagen hatten wir 1.000 Aufrufe auf die Frage und zahlreiche Unterstützungsangebote. Eine tolle Kraft, die in so einem Unternehmen und den Kolleginnen und Kollegen steckt. Zum Glück war Julia aus dem Personalmarketing dabei und zusammen fertigten wir eine grobe Struktur aus, wählten ein paar Kollegen für das Projekt und erarbeiteten in einem ersten Kickoff die ersten, nahezu endlosen Ideen.

Der Plan stand: Wir wollen ein Turnier für semiprofessionelle Gamer anbieten und ergänzend ein Event für die „Masse“.

Der zweite Wow Effekt war dann bei der Partnersuche zu beobachten. Egal mit wem wir über das Event sprachen, jeder war sofort interessiert, offen, sympathisch und motiviert. So konnten wir z.B. die Centrum Galerie Dresden als Partner gewinnen (eine bekannte Shopping Mall in Dresden). Auch Mitarbeiter von uns waren bereits in der eSports-Szene unterwegs und gründeten erste Vereine. Mit diesem Setting planten wir dann ein eintägiges Event auf.

Zugegeben, es lief nicht alles von Beginn an wie geplant. Das kleine geplante FIFA-Turnier in der Centrum Galerie musste aus Lizenzgründen leider überdacht werden, dies eröffnete uns jedoch direkt ganz andere Möglichkeiten. So konnten wir stattdessen mit einem weiteren Partner, Virtual Industries, die Welt des VR-Gamings z.B. mittels Fahr- und Flugsimulator greifbar machen und fuhren digitale Fahrradstrecken mit den Smart Trainern von wahoo auf veloheld-Rädern nach. Damit wollten wir zeigen, dass zocken nicht immer nur auf am Schreibtisch mit dem PC oder auf die Couch mit Konsole beschränkt sein muss, sondern dass man sich auch körperlich dabei betätigen kann! Passend dazu zeigten wir den MMS Virtual Reality Showcase zur Barrierefreiheit.

Parallel dazu veranstalteten wir ein League of Legends Turnier in den Räumlichkeiten der T-Systems Multimedia Solutions und streamten dieses öffentlichkeitswirksam in die Centrum Galerie und ins Netz via Twitch. Die Spieler konnten sich im Vorfeld durch Online-Turnierrunden dafür qualifizieren. Am Ende spielten die besten vier Teams gegeneinander vor Ort und wurden durch die Moderatoren „Mori09TV“ und „Shavindiel“ gecastet.

Jetzt aber genug der Worte, schaut euch doch mal unseren Trailer vom Event an und teilt uns gern in den Kommentaren mit, was ihr von dem Format haltet.

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Euer Johannes

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