Supported Travel Socialising?

Hallo ihr HR-Liebenden! 🤗 Der heutige Beitrag ist durch eine Flugreise inspiriert, die ich zwecks Zukunftsgestaltung von Prozessen und mehr im HR unternahm. Alles begann mit der morgendlichen Ankunft am überschaubaren Flughafen in Dresden. Es war wirklich noch sehr ruhig und ich habe gerade einen Artikel über eSports gelesen, als ich einen Kollegen des Nachbarbereiches traf. Er gesellte sich zu mir und wir quatschten über die Ziele der Reise, aktuelle Geschehen und Aussichten. Die Wartezeit verging für mich wie im Fluge (Danke Matthias!) und zudem ist mir das tägliche Kommunikations-Warmup erleichtert worden. So bin ich, in fremden Umgebungen erst einmal ruhig abwartend, dann platzt der Knoten und ich bin beim Hören und Reden – zumindest meistens – voll dabei. Aber wenn man einen Strategen und geübten Kommunikatoren trifft, dann fühlt es sich tatsächlich anders an. Das war mir bis zu diesem Treffen gar nicht so stark bewusst.

Eine etwas plärrige Stimme forderte mit freundlichen Worten die Reisenden zum Bording auf. Es ist immer wieder interessant, wie viele Bekannte man an Bahnhöfen, an Flughäfen oder Haltestellen trifft. Auch bei dieser Reise war dies der Fall. Direkt nach der Flugzeugtür trennten sich meine Wege. Gerade noch angeregt diskutiert, schauten wir ruhig nach unseren Plätzen, die weiter auseinanderlagen. Ich erinnerte mich prompt an den online getätigten Check-In mit lustig farbigen Sitzplätzen, die die mir zur Verfügung stehenden Zubuchungsoptionen wie kleine Bonbons symbolisierten. Die Auswahl war noch groß bei meinen Vorbereitungen. Ich war also gespannt, welche Menschen mich bei meiner Reise begleiten würden. Platz gefunden, Handgepäck verstaut, Flug gestartet. Ich las in meiner Zeitung weiter, womit ich vermutlich meine Aufgeschlossenheit für Gespräche allen direkt mitteilte. Ich kritisierte mich selbst, wieviel Aufmerksamkeit ich meinen Mitreisenden schenkte. Da viel mir eine Idee ein:

Warum gibt es in Reisemitteln eigentlich keine Ruhe- und Kommunikationsplätze?

Ich meine jetzt nicht wie in der Bahn, wo die Kommunikation gezwungenerweise durch die Zusammensetzung der Reisenden und ihrer Lautstärke erfolgt, nein echte, gewünschte Dialoge. Stellt euch vor, ihr checkt euch im Flugzeug ein, euch ist eigentlich egal, wo ihr sitzt, und könnt euch selbst ein Badge mit einer Ampel zur Offenheit für Gespräche mit Fremden und ein paar Interessensthemen vergeben. Anschließend würde die Belegung des Flugzeuges aufgrund der gemachten Angaben erfolgen. Ihr hättet damit die Chance den anderen mitzugeben, dass ihr gesprächsfreudig seid (oder eben nicht) und zu welchen Themen mit euch sprechen kann. Diese Idee spinnend, dachte ich sofort an eine App-Lösung oder die klassische Klebepunktemethode beim Betreten des Flugzeuges. Ich musste mir die ganzen Anzugsträger mit Kategorieaufklebern vorstellen. Es war ein witziger Gedanke, allerdings ist das eine ernste und durchaus gewinnbringende Vernetzungsmöglichkeit. Wir haben den gleichen Start und das gleiche Ziel … und dann noch gemeinsame Interessen? Das sind drei Dinge auf einmal, gute Voraussetzungen für einen angenehmen Gesprächsauftakt. Vielleicht gibt es sogar Personen, die sich mit Dingen auskennen, für die ich keine Lösung habe oder mal Austausch bräuchte, auf jeden Fall interessante Persönlichkeiten.

Zurück zu meinem Erlebnis: Meine Zeitung hatte ich längst aus der Hand gelegt und die Einfälle funkten von einem Ende meines Kopfes ins andere. Ich habe durch den Austausch mit meinem Sitznachbarn (er fliegt wohl häufiger) erfahren, dass es in dem aktuellen Magazin der Airline einen Artikel über das „Gehen“ gibt. Ein gewisser Erling Kagge setzt sich mit dem Thema und seinen Vorteilen – auch fürs Business – auseinander. Ich möchte gerne Teile meines Teams davon überzeugen ein Meeting vorrangig gemeinsam-unterwegs durchzuführen. Ich bin gespannt. Dazu kann ich zu einem anderen Zeitpunkt hoffentlich mehr berichten.

Diese Konversationen entstehen auch durch Zufälle. Diese sind toll, wie ich finde. Auf dem Rückflug saß ich neben einem Pärchen Italienischer Senioren. Der Austausch viel da eher gering aus. Also: ich möchte den Menschen diese Begegnungen erleichtern. Vielleicht hat ein Reiseunternehmen die Zeit sich über ein neues Reiseerlebnis Gedanken zu machen. Achso, sprecht mich gerne an, wenn ihr mich irgendwo rumstehen seht… 😜

Noch ein kleiner Exkurs bzw. Kommentar zum Fliegen: Fliegen ist für mich eine bedeutende Errungenschaft menschlichem Erfindertums und die Nutzungszeiten von Flugzeugen gehen weit über die von z.B. Automobilien hinaus. Natürlich kann man die umweltlichen Auswirkungen nicht kleinreden. Hierbei ist auffällig, dass ebendieser Erfindergeist uns noch nicht auf neue, umwelttaugliche Konzepte des Fliegens gebracht hat, die wirtschaftlich und massentauglich sind. Auf meiner Reise hatte ich das Glück ein aufkommende Gewitterstimmung in sich auftürmenden Wolken zu sehen, ein riesiges Gebirge, welches unsere Erde umgibt. Auch diese Landschaften sollten für immer erhalten und nachfolgenden Generationen zugänglich gemacht werden – mit grünen Lösungen. Wir können das!

PS: Es gab natürlich auch mal Sonne 😎

Euer Nico

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